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Immolert ist ein kleines deutsches Indie-Tool mit genau einer Mission: Nebenkostenabrechnung für private Vermieter, vollständig kostenlos. Die Software kommt von der Joscha Hasenkamp GmbH aus Bornheim bei Bonn. Kein Konzern im Rücken, keine Bankanbindung, keine DATEV-Schnittstelle. Dafür eine Web-App ohne Vertrag, ohne Frist und ohne Kreditkarte.
Wir haben uns das Tool Ende Mai 2026 angesehen, die öffentlichen Anbieter-Angaben gegen AGB und Impressum geprüft und die Datenlage in Bewertungsportalen ausgewertet. Wer eine Hausverwaltungs-Suite mit Mieterportal, Mahnwesen und DATEV sucht, ist hier falsch. Wer als Privatvermieter mit einer oder zwei Wohnungen einmal im Jahr eine saubere Betriebskostenabrechnung erzeugen will, ohne dafür Geld auszugeben, sollte trotzdem weiterlesen.
Das Wichtigste in Kürze
- Vollständig kostenlos nutzbar, AGB-bestätigt: „Da die Nutzung der Plattform aktuell kostenlos ist“
- Server in Deutschland, deutsche GmbH mit Klarnamen-Geschäftsführer, DSGVO-Hebel klar greifbar
- Vertrag auf unbestimmte Zeit, jederzeit ohne Frist kündbar, also null Lock-in zum Ausprobieren
Ehrliche Nachteile:
- Sehr schmaler Funktionsumfang, im Kern nur Nebenkostenabrechnung plus Dokumentenablage, keine Bankanbindung, kein DATEV, kein Mahnwesen
- Praktisch keine öffentliche Erfahrungsbasis: 2 Trustpilot-Reviews, 0 bei OMR und Capterra, keine sichtbaren Forenbeiträge
Perfekt für dich, wenn du als Privatvermieter mit ein bis zwei Wohnungen jährlich eine Nebenkostenabrechnung erstellen willst, dafür nichts zahlen möchtest und mit einem schmalen Tool ohne App und ohne Bankanbindung leben kannst.
Nicht ideal, wenn du Mahnwesen, Buchhaltung, ein Mieterportal, eine WEG-Funktion oder eine Hausverwaltungs-Suite brauchst.
Unser Urteil in einem Satz: Immolert ist ein ehrlich kostenloses Mini-Tool für genau einen Job, riskiert nichts und passt gut als Einstieg, taugt aber nicht als alleinige Verwaltungslösung über die Jahre.
Was kostet Immolert?
Die Antwort ist kurz: nichts. Immolert ist Stand Mai 2026 vollständig kostenfrei nutzbar. Es gibt keinen Tarif-Konfigurator, keine Pricing-Tabelle, keine Bezahlschranke. Du legst einen Account an und arbeitest los. Der Anbieter formuliert das in seinen AGB klar: „Da die Nutzung der Plattform aktuell kostenlos ist.“ Eine Premium-Variante wird im AGB-Text als zukünftige Möglichkeit erwähnt, ist aktuell aber nicht buchbar und nicht beworben. Konkrete Preise dazu liegen nicht vor.
Vertraglich ist die Sache genauso unaufgeregt. Der Vertrag wird laut AGB auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann jederzeit ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden, einfach durch Mitteilung an den Anbieter. Eine automatische Verlängerung mit klassischer Abo-Falle existiert nicht, weil es kein Abo gibt. Du kannst Immolert anlegen, eine Nebenkostenabrechnung durchziehen, das Ergebnis prüfen und den Account wieder schließen, ohne dass dir irgendwas berechnet wird.
Eine Einordnung gehört trotzdem dazu. Kostenlose Anbieter im Privatvermieter-Segment finanzieren sich selten aus Idealismus. Plausibel ist, dass Immolert die Reichweite aufbaut, um später die in den AGB angekündigte Premium-Stufe zu vermarkten. Wenn du das Tool als Dauerlösung einplanst, solltest du den Premium-Knick einkalkulieren. Aktuell zahlst du null, das ist verifiziert.
Funktionen von Immolert
Immolert ist eine Web-App, die du im Browser nutzt. Eine native iOS- oder Android-App gibt es nicht. Das Tool tut nur das, was auf dem Etikett steht: Nebenkostenabrechnung für private Vermieter mit überschaubarem Bestand. Wer mit der Erwartung einer Verwaltungs-Suite rangeht, wird enttäuscht.
Nebenkostenabrechnung
Das Kernfeature und der einzige echte Grund, Immolert zu nutzen. Du legst Gebäude, Einheiten und Mieter an, hinterlegst Wohnfläche, Mietzeiträume und Kostenpositionen für das Abrechnungsjahr, und Immolert verteilt das auf die Mieter. Für die Standard-Konstellation eines Privatvermieters mit ein bis zwei Wohnungen reicht das. Sobald du gemischt vermietest, Sondereigentum berücksichtigen oder einen ungewöhnlichen Verteilerschlüssel umsetzen willst, wird die Luft dünn. Für komplexe Objekte ist das Tool nicht gebaut.
Dokumentenverwaltung
Du kannst Belege, Verträge und Bescheinigungen zu Gebäuden und Einheiten ablegen. Das ersetzt keinen Aktenordner-Workflow mit Volltextsuche, hilft aber dabei, im Abrechnungslauf nicht zwischen drei Cloud-Diensten hin- und herzuspringen. Eine OCR-Belegerkennung, die Rechnungspositionen automatisch in Buchungskategorien überführt, ist nicht beworben.
Was fehlt
Die Liste der Lücken ist länger als die Liste der Features. Es gibt keine Bankanbindung, keinen DATEV-Export für deinen Steuerberater, kein Mahnwesen, kein Mieterportal, kein Eigentümerportal, keine WEG-Verwaltung mit Wirtschaftsplan und Beschlusssammlung, keine Mandantenfähigkeit für mehrere Auftraggeber, keine Heizkostenabrechnung als eigenes Modul, keinen automatischen Anlage-V-Export für die Einkommensteuer und keine digitale Unterschrift. Für eine kostenlose Lösung ist das nachvollziehbar, für einen Profi-Kontext ist es ein klares Nein.
Datenschutz und Sicherheit
Beim Datenschutz liefert Immolert die Basics. Die Datenschutzerklärung weist aus, dass die Server in Deutschland stehen. Vertragspartner ist die Joscha Hasenkamp GmbH, Kleinstraße 14, 53332 Bornheim, eingetragen unter HRB 26467 beim Amtsgericht Bonn, USt-IdNr. DE347150979, Geschäftsführer Joscha Hasenkamp. Du hast einen klaren Vertragspartner unter deutschem Recht und DSGVO, und das ist für ein Tool, das Mieter-Stammdaten, Mietzahlungen und Belege verarbeitet, das Minimum, das zählt.
Über diese Basis hinaus dünnt es aus. Eine ISO-27001-Zertifizierung ist auf der Website nicht ausgewiesen. Ob ein dokumentierter Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO im Self-Service abrufbar ist, geht aus den öffentlichen Seiten nicht eindeutig hervor. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte den AV-Vertrag aktiv per E-Mail anfragen und die Subdienstleister-Liste mit dem konkreten Hosting-Anbieter geben lassen. Bei einer GmbH mit überschaubarem Team ist das in der Regel pragmatisch lösbar, gehört aber dokumentiert in deine Vermieter-Akte.
Für wen ist Immolert geeignet?
Vorteile
- Perfekt für dich, wenn du als Privatvermieter mit ein oder zwei Wohnungen nur die jährliche Nebenkostenabrechnung digital erledigen willst
- Perfekt, wenn dir Hosting in Deutschland und eine deutsche GmbH als Vertragspartner wichtig sind
- Perfekt, wenn du ein Tool ohne Kreditkarte, ohne Vertrag und ohne Kündigungsfrist ausprobieren willst
- Perfekt, wenn dein Excel-Workflow für die Nebenkosten an seine Grenzen kommt und du die nächste Stufe ohne Geldeinsatz testen möchtest
Nachteile
- Nicht ideal, wenn du eine Bankanbindung, einen DATEV-Export oder ein Mahnwesen brauchst
- Nicht ideal, wenn du WEG-Verwaltung mit Wirtschaftsplan und Beschlusssammlung abbilden willst
- Nicht ideal, wenn du ein Mieter- oder Eigentümerportal als Kommunikationskanal nutzen möchtest
- Nicht ideal, wenn dir eine breite, öffentlich überprüfbare Erfahrungsbasis wichtig ist
Typische Immolert-Nutzer
In der Praxis trifft Immolert vor allem zwei Profile. Da ist die Hobby-Vermieterin mit einer geerbten Eigentumswohnung, die bisher die Nebenkostenabrechnung in einer Excel-Tabelle zusammengeschoben hat und sich für das nächste Abrechnungsjahr ein robusteres Werkzeug wünscht, aber dafür kein monatliches Abo abschließen will. Und da ist der Kleinvermieter mit zwei vermieteten Wohnungen, der seinen Tabellen-Workflow hinterfragen möchte, ohne die Schmerzgrenze von null Euro zu überschreiten. Wer schon bei drei bis fünf Einheiten plant, in Richtung Buchhaltung, Mahnwesen und Bankanbindung zu skalieren, ist mit objego oder vermieter1.de von Anfang an besser bedient.
Im Praxistest und Erfahrungen
Hier müssen wir eine ungewöhnlich offene Karte spielen. Die öffentliche Erfahrungsbasis zu Immolert ist extrem dünn. Auf Trustpilot stehen Ende Mai 2026 ganze 2 Bewertungen mit einem Schnitt von 3,8 von 5. Statistisch ist das ohne Aussagekraft. Bei softwareabc24 finden sich 0 Reviews, bei OMR und Capterra ist Immolert nicht gelistet. In einschlägigen Vermieter-Foren und auf Reddit findet sich keine nennenswerte Diskussion. Zum Vergleich: immocloud kommt im 1-zu-1-Branchen-Check bei softwareabc24 auf 9,5 von 10 Punkten bei 38 Bewertungen.
Wir können dir bei Immolert keinen Praxistest auf Basis von Hunderten Nutzerstimmen liefern, weil es diese Stimmen schlicht nicht gibt. Was wir liefern können: die Einordnung der Anbieter-Substanz. Eine kleine GmbH aus NRW, ein klar abgegrenztes Produkt, transparente AGB, eine ehrliche „aktuell kostenlos“-Aussage statt versteckter Add-on-Tricks. Im Test sind uns zwei Reibungspunkte aufgefallen. Erstens: Die Reaktionszeit eines kleinen Indie-Anbieters in der Hauptabrechnungssaison ist eine Wundertüte. Wenn deine Abrechnung am 31.12. fertig sein muss und du am 23.12. Support brauchst, kann das ein langer Tag werden. Zweitens: Indie-SaaS ohne Konzern-Backing trägt immer ein leises Ausfall-Risiko. Solltest du Immolert dauerhaft nutzen, exportiere deine Daten regelmäßig.
Tipp aus dem Test: Nutze Immolert als reines Abrechnungs-Werkzeug einmal im Jahr und halte parallel deine Stammdaten in einer simplen Excel- oder CSV-Sicherung. So bekommst du das Beste aus dem kostenlosen Tool, ohne dich vollständig auf einen Anbieter zu verlassen, dessen langfristige Marktposition öffentlich kaum belegt ist.
Unser Fazit zu Immolert
Redaktions-Score: 2,8 / 5,0 (Ausreichend) | Kosten: 95 | Funktionsumfang: 35 | Bedienbarkeit: 65 | Support: 45 | Schnittstellen: 20 | Skalierbarkeit: 35
Stärken
- Vollständig kostenlos und transparent über die AGB belegt
- Server in Deutschland und deutsche GmbH als Vertragspartner
- Vertrag jederzeit ohne Frist kündbar, null Lock-in
- Klar fokussiert auf Nebenkostenabrechnung
Schwächen
- Sehr schmaler Funktionsumfang ohne Bankanbindung, DATEV, Mahnwesen
- Keine native Mobile App, nur Web-App
- Praktisch keine öffentliche Erfahrungsbasis (2 Trustpilot-Reviews)
Alternativen zu Immolert
Im Privatvermieter-Segment gibt es mehrere Tools, die im selben Spielfeld antreten, aber jeweils einen anderen Schwerpunkt setzen. Welche Alternative passt, hängt davon ab, was dir bei Immolert konkret fehlt.
objego, besser für Vermieter mit Wachstumsplänen: objego bietet eine dauerhaft kostenlose Free-Version mit deutlich breiterem Funktionsumfang inklusive Mieterportal-Ansatz und Buchhaltungs-Bausteinen. Wenn du absehbar von einer auf fünf Einheiten skalierst, ist objego die nachhaltigere Wahl.
vermieter1.de, besser für reine Nebenkosten-Profis: Für 6,59 Euro pro Monat bekommst du einen echten BKA-Spezialisten mit deutlich tieferem Feature-Set für die Nebenkostenabrechnung. Wenn du jährlich komplexere Abrechnungen mit mehreren Verteilerschlüsseln erstellst, sind die Kosten gut investiert.
immocloud, besser ab fünf Einheiten: immocloud kombiniert Nebenkostenabrechnung mit Bankanbindung, DATEV-Export und einer Mobile App. Wer mehr als fünf Einheiten verwaltet und in Richtung professioneller Workflows skaliert, fährt mit immocloud strukturell besser, auch wenn der Preisrahmen oberhalb von null liegt.
objego als zweite Vergleichsoption für vergleichbar kleine Bestände: Im Klein-Segment lohnt der direkte Side-by-Side-Test mit objego: dauerhaft kostenlose Free-Version, gleiche Zielgruppe wie Immolert, deutlich breiteres Feature-Set inklusive Mieterportal. Wenn dir Immolerts Funktionsschnitt zu schmal ist, du aber im selben Bestandsgrößen-Korridor bleibst, ist objego der direkte Vergleich.
Häufig gestellte Fragen zu Immolert
Stand Mai 2026 ist Immolert vollständig kostenlos. Es gibt keine versteckten Gebühren, keine Setup-Kosten und keine Add-ons. Die AGB formulieren das wörtlich: „Da die Nutzung der Plattform aktuell kostenlos ist.“ Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann jederzeit ohne Frist gekündigt werden, einfach per Mitteilung an den Anbieter.
In den AGB erwähnt Immolert eine zukünftige Premium-Stufe als Möglichkeit, aktuell ist diese aber nicht aktiv buchbar und nicht öffentlich beworben. Konkrete Preise oder ein Feature-Umfang liegen nicht vor. Wenn du Immolert als Dauerlösung einplanst, solltest du den möglichen Wechsel zu einer kostenpflichtigen Stufe einkalkulieren.
Nur eingeschränkt. Im Kern bildet Immolert die Nebenkostenabrechnung plus eine schlanke Dokumentenablage ab. Bankanbindung, DATEV-Export, Mahnwesen, Mieterportal, WEG-Verwaltung und ein Anlage-V-Export für die Einkommensteuer sind nicht verfügbar. Wer eine vollständige Hausverwaltungs-Suite sucht, ist mit objego, immocloud oder vermieter1.de besser bedient.
Nein. Immolert ist eine reine Web-App, die du im Browser nutzt. Eine native iOS- oder Android-App ist nicht beworben. Auf mobilen Geräten greifst du über den mobilen Browser zu, was für die jährliche Abrechnung machbar ist, für tägliche Mieter-Kommunikation aber nicht der bequemste Weg ist.
Die Server stehen laut Datenschutzerklärung in Deutschland, Vertragspartner ist die Joscha Hasenkamp GmbH aus Bornheim, eingetragen unter HRB 26467 beim Amtsgericht Bonn. Damit gilt deutsches Recht plus DSGVO. Eine ISO-27001-Zertifizierung ist öffentlich nicht ausgewiesen. Vor einem Dauereinsatz solltest du dir aktiv einen AV-Vertrag nach Artikel 28 DSGVO und eine Subdienstleister-Liste anfragen.
Quellen und Transparenz
Dieser Test stützt sich auf öffentlich verfügbare Anbieter-Angaben, eine eigene Pricing-Sichtung gegen die offizielle Website und AGB sowie die Auswertung externer Bewertungsportale. Stand der Recherche: 28. Mai 2026.
- Offizielle Anbieter-Website mit Funktionsumfang und Registrierung: immolert.de
- Allgemeine Geschäftsbedingungen mit Pricing- und Vertrags-Aussagen: immolert.de/agb
- Impressum mit Träger-Angaben und HRB-Eintrag: immolert.de/impressum
- Datenschutzerklärung mit Hosting-Standort: immolert.de/datenschutz
- Trustpilot-Bewertungen Immolert (3,8 von 5, 2 Reviews, Stand Mai 2026): de.trustpilot.com/review/immolert.de
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