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myVerwalto wird seit 2019 nicht mehr aktiv betrieben. Die Berliner myVerwalto GbR hat ihre Cloud-Software für private Vermieter nie offiziell eingestellt. Trotzdem ist die Beta-Phase seit 2015 unverändert, neue Funktionen oder Updates gibt es nicht. Die noch erreichbare Domain myverwalto.eu liefert heute ein ungültiges TLS-Zertifikat aus, ein produktiver Einsatz ist damit nicht mehr vertretbar. Wer diesen Artikel über eine Suche zu myVerwalto findet, sollte direkt auf eine aktive Alternative ausweichen.
Das Wichtigste in Kürze
- Letzte erkennbare Produkt-Aktivität 2015, dauerhafte Betaphase, keine Updates seit Jahren
- Domain myverwalto.de offline, myverwalto.eu nur unverschlüsselt erreichbar (TLS-Zertifikat ungültig)
- AGB stammen aus der Zeit vor der DSGVO
Migrations-Empfehlung: Wechsle zu objego. Die Free-Version ist bis zwei Wohneinheiten dauerhaft kostenlos, Server stehen in Deutschland, und der Funktionsumfang deckt das Segment ab, für das myVerwalto einmal positioniert war. Wer mehr Einheiten oder spezielle Features braucht, findet im Vergleich weitere Optionen.
Unser Urteil in einem Satz: myVerwalto ist seit Jahren faktisch eingestellt, der unkomplizierteste Wechsel führt zu objego.
Was ist mit myVerwalto passiert?
Hinter myVerwalto stand die myVerwalto GbR aus Berlin, eingetragen mit der Adresse Poststraße 12, 10178 Berlin, USt-IdNr DE294023889. Die Plattform startete Mitte der 2010er-Jahre in einer dauerhaften Betaphase und richtete sich an private Vermieter mit kleinem Bestand. Eine offizielle Stilllegung wurde nie verkündet. Die News-Spalte des Anbieters endet aber bereits im Dezember 2015, und seither hat sich am Produkt nichts mehr bewegt.
Bei unserer technischen Prüfung am 20. Mai 2026 war die ursprüngliche Domain myverwalto.de nicht mehr erreichbar. Die Spiegel-Domain myverwalto.eu reagiert noch, allerdings nur unverschlüsselt über HTTP. Beim Versuch, die Seite per HTTPS aufzurufen, liefert der Server ein ungültiges TLS-Zertifikat. Zugangsdaten in eine solche Login-Maske einzugeben, ist nicht mehr verantwortbar. Ein aktives Vertriebsteam und eine erreichbare Support-Hotline gibt es ebenfalls nicht mehr.
Für ehemalige Nutzer heißt das: Es gibt keinen offiziellen Migrations-Pfad. Bestandsdaten sollten, falls noch erreichbar, manuell exportiert und in eine aktive Software übertragen werden, bevor auch die letzte Domain offline geht.
Was bot myVerwalto?
Die Software war als reine Cloud-Lösung für private Vermieter konzipiert. Zum Funktionsumfang gehörten eine Nebenkostenabrechnung, eine einfache Einnahmen- und Ausgabenrechnung sowie ein Steuer-Export für die Anlage V. Eine WEG-Verwaltung war nicht vorgesehen, professionelle Hausverwaltungen waren nicht die Zielgruppe.
Die historische Preisstruktur bestand aus einem Basistarif für bis zu fünf Wohneinheiten zu rund 20 Euro brutto pro Monat plus einer Flex-Komponente mit etwa vier Euro pro zusätzlicher Wohnung. Die AGB stammen aus der Zeit vor der DSGVO, sahen eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten und eine Kündigungsfrist von einem Monat vor. Diese Angaben sind historisch belegt, für eine aktuelle Kaufentscheidung aber wertlos, weil die Plattform seit Jahren nicht mehr betrieben wird.
Unser Fazit zu myVerwalto
Redaktions-Score: 1,2 / 5,0 (Mangelhaft, eingestellt) | Kosten: nicht bewertbar | Funktionsumfang: nicht bewertbar | Bedienbarkeit: nicht bewertbar | Support: 0 | Schnittstellen: nicht bewertbar | Skalierbarkeit: 0
Stärken
- Damals klare Preisstruktur (Basis + Flex)
- Berliner Anbieter, Telefonkontakt im Impressum
Schwächen
- Seit 2015 keine erkennbaren Produkt-Updates
- TLS-Zertifikat ungültig, kein verschlüsselter Zugriff
- AGB Pre-DSGVO, keine erkennbare Anpassung
- Kein offizieller Migrations-Pfad
Wechsel-Empfehlung: objego
Der naheliegendste Ersatz für myVerwalto ist objego. Die Software bedient dasselbe Segment, in dem myVerwalto einmal angetreten ist: private Vermieter mit kleinem Bestand, die Mieteingänge, Nebenkostenabrechnung und Steuerexport ohne überdimensionierte Profi-Software erledigen wollen.
Drei Gründe sprechen für objego als Migration:
- Die Free-Version ist bis zwei Wohneinheiten dauerhaft kostenlos. Damit lässt sich der Umstieg risikolos starten, gerade wenn aus myVerwalto-Zeiten noch alte Belege gesichert werden müssen.
- Der Funktionsumfang reicht von Mietverwaltung über Nebenkostenabrechnung, Mahnwesen und Belegerfassung bis zum DATEV-Export für den Steuerberater. In jeder Disziplin liegt objego heute deutlich vor dem, was myVerwalto in der Betaphase angeboten hat.
- Server in Deutschland, gültiges TLS-Zertifikat, AV-Vertrag und DSGVO-Dokumentation transparent verfügbar. Genau die Punkte, an denen myVerwalto inzwischen kippt.
Wer mehr als 20 Einheiten verwaltet oder ein Mieterportal braucht, findet im Hausverwaltungssoftware-Vergleich weitere aktive Optionen wie vermieter1.de oder immocloud. Für den klassischen myVerwalto-Use-Case ist objego aber die einfachste und ehrlichste Empfehlung.
Häufige Fragen zu myVerwalto
Faktisch nein. Eine offizielle Abkündigung gab es zwar nicht, allerdings hat sich seit Ende 2015 nichts mehr am Produkt bewegt. Die Hauptdomain myverwalto.de antwortet nicht mehr, die Ersatz-Domain myverwalto.eu liefert ein ungültiges TLS-Zertifikat aus. Ein produktiver Einsatz mit echten Zugangsdaten ist nicht mehr vertretbar.
Solange myverwalto.eu antwortet und ein Login möglich ist, sollten Bestandsnutzer ihre Belege, Nebenkostenabrechnungen und Steuer-Exporte herunterladen, bevor auch diese Domain offline geht. Einen offiziellen Migrations-Pfad zu einem anderen Anbieter gibt es nicht.
Eine Übernahme oder ein offizielles Nachfolge-Produkt gibt es nicht. Den funktional nächsten Ersatz liefert objego. Die Free-Version ist bis zwei Wohneinheiten kostenfrei, der Funktionsumfang deckt Mietverwaltung, Nebenkostenabrechnung, Mahnwesen und DATEV-Export ab. Damit lässt sich der typische myVerwalto-Use-Case nahtlos weiterführen.
Klare Empfehlung: objego. Die Free-Version ist bis zwei Wohneinheiten dauerhaft kostenlos, Server stehen in Deutschland, TLS und AV-Vertrag sind sauber dokumentiert. Damit deckt objego genau die Schwächen ab, die myVerwalto inzwischen hat. Wer mehr als 20 Einheiten verwaltet oder ein Mieterportal braucht, schaut zusätzlich in den Hausverwaltungssoftware-Vergleich.
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