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Du hast deine Wohnungen mit vermietet.de verwaltet, und plötzlich heißt das Tool VermietenPlus und will Geld. Das Gratis-Modell von früher gibt es nicht mehr. Jetzt stellt sich die Frage, ob du bleibst oder dir eine vermietet.de Alternative suchst, die besser zu deinem Bestand und deinem Budget passt.
Wir sortieren das für dich: was mit vermietet.de passiert ist, was VermietenPlus heute kostet und welche fünf Programme als Alternative taugen. Dazu rechnen wir die Monatskosten für 3, 10 und 20 Wohnungen durch, damit du nicht mit Tarifseiten jonglieren musst. Und bei jeder Alternative zeigen wir dir, in welcher Situation sie besser passt.
Das Wichtigste in Kürze
- vermietet.de gehört heute zu ImmobilienScout24 und heißt VermietenPlus. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht mehr, nur noch 30 Tage Test.
- VermietenPlus Premium kostet 9,90 € im Monat inklusive einer Wohneinheit, jede weitere 0,99 €. Bei 10 Wohnungen sind das 18,81 € im Monat.
- Dauerhaft kostenlos bleiben unter den Alternativen nur objego Basics (ohne Nebenkostenabrechnung und Bankanbindung) und vermieter1.de für genau eine Einheit.
- Brauchst du DATEV, Mahnwesen oder native Apps, schau dir immocloud an. Für WEG-Verwaltung hat unter den fünf nur vermieter1.de eine Funktion (als Add-on).
- VermietenPlus ist laut Anbieter jederzeit kündbar. Du kannst also in Ruhe eine Alternative testen, bevor du kündigst.
Was aus vermietet.de geworden ist
vermietet.de wurde in ImmobilienScout24 integriert und in VermietenPlus umbenannt, auf der Produktseite auch „Vermieten+“ geschrieben. Betreiber ist die Immobilien Scout GmbH aus Berlin. Wer heute vermietet.de aufruft, landet per Weiterleitung direkt auf der VermietenPlus-Seite von ImmobilienScout24.
Die wichtigste Änderung betrifft den Preis: Das frühere Freemium-Modell ist weg. Statt eines dauerhaft kostenlosen Tarifs bekommst du 30 Tage Test mit vollem Funktionsumfang. Zahlungsdaten brauchst du dafür nicht, und ein kostenpflichtiges Abo startet erst, wenn du ausdrücklich zustimmst.
Danach bleibt Premium. Das kostet 9,90 € im Monat inklusive einer Wohneinheit, jede weitere Einheit schlägt mit 0,99 € im Monat zu Buche. Ob die Preise netto oder brutto gemeint sind, weist die Produktseite nicht aus. Kündigen kannst du laut Anbieter jederzeit.
Im Premium-Tarif stecken Nebenkostenabrechnung, Bankanbindung (nur lesend), Anlage-V-Export, Belegerfassung per OCR und digitale Unterschrift. Nicht dabei sind DATEV-Export, Mahnwesen, Mieterportal, WEG-Verwaltung, Heizkostenabrechnung und Mandantenfähigkeit. Support läuft über das ImmoScout24-Hilfecenter, und genau beim Support schneidet VermietenPlus in unserer Bewertung schwach ab.
Wann sich eine Alternative lohnt
Kurz gesagt: Nicht jeder muss wechseln. Wenn du zwei, drei Wohnungen hast und die Premium-Funktionen genau das abdecken, was du brauchst, sind knapp 12 € im Monat kein Grund für einen Umzug mit Datenübertragung.
In diesen Fällen sieht es anders aus:
- Du willst nichts zahlen. Nach dem Test gibt es bei VermietenPlus keinen Gratis-Tarif mehr.
- Du brauchst eine Heizkostenabrechnung. Die fehlt bei VermietenPlus komplett.
- Dein Steuerberater will DATEV-Daten. Auch das gibt VermietenPlus nicht her.
- Du verwaltest eine WEG. Dafür ist VermietenPlus nicht gebaut.
- Du willst Mahnungen und ein Mieterportal aus einem Tool. Beides fehlt.
- Du hast viele Wohnungen. Der Preis pro Einheit wächst mit jeder Wohnung, andere rechnen in Stufen oder pro Haus ab.
Welche Kriterien wir bei Vermietersoftware grundsätzlich anlegen, erklären wir in unserer Bewertungsmethodik für Hausverwaltungssoftware.
Die 5 Alternativen zu VermietenPlus im Überblick
vermietet.de Alternativen im Überblick
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
objego: der kostenlose Einstieg
objego kommt von der ista SE aus Essen. Der Tarif Basics kostet dauerhaft 0 € und erlaubt unbegrenzt viele Immobilien mit 1 GB Speicher und Anlage-V-Vorbereitung. Nebenkostenabrechnung und Bankanbindung sind darin aber nicht enthalten.
Dafür gibt es Module. Verwaltung kostet 7,95 € im Monat und bringt Bankanbindung, über 30 Vorlagen und Rechnungsimport. Nebenkosten kostet 0,95 € je Wohneinheit im Monat, lässt sich auch ohne Verwaltung buchen und enthält Nebenkosten- und Heizkostenabrechnung für Selbstableser. Die Preise sind brutto.
Der Haken ist die Bindung: Kostenpflichtige Module laufen 12 Monate und müssen laut FAQ 28 Tage vor Ende gekündigt werden. Die Fußnote der Preisseite beschreibt die Verlängerung allerdings anders, lass dir die geltende Regel vor der Buchung bestätigen. Eine native App gibt es nicht, ebenso wenig DATEV-Export, Mieterportal oder WEG-Verwaltung. Der Anbieter empfiehlt objego für bis zu 70 Einheiten.
hellohousing: günstig, wenn alles in einem Haus liegt
Bei hellohousing aus Berlin zahlst du pro Immobilie, nicht pro Wohnung. Starter kostet 4,50 € im Monat für eine Immobilie mit bis zu 9 Mieteinheiten, allerdings ohne Heizkostenabrechnung und ohne Bankanbindung.
Bei Premium zahlst du 9,50 € im Monat für 2 Immobilien mit bis zu 25 Einheiten je Immobilie, dafür bekommst du Bankanbindung, Heizkostenabrechnung nach HKVO, Anlage-V-Export, KI-Belegerkennung und Telefon-Support. Am oberen Ende steht Professional für 19,50 € im Monat: 5 Immobilien mit bis zu 50 Einheiten je Immobilie, dazu Funkzähler-Einbindung, monatliche Verbrauchsinformation und Mieterportal. Jede weitere Immobilie kostet 4,50 € im Monat extra.
Du kannst Professional 30 Tage kostenlos testen, ohne Zahlungsmittel. hellohousing ist monatlich kündbar und verlangt keine Einrichtungsgebühr. Es ist eine reine WebApp, ohne native App und ohne WEG-Funktionen. DATEV und Mahnwesen werden nicht beworben.
immocloud: wenn du Buchhaltung ernst nimmst
immocloud aus Düsseldorf staffelt nach Einheiten. Bei 12 Monaten Laufzeit zahlst du für Starter bis 5 Einheiten 9,99 € netto (11,89 € brutto) und für Manager bis 15 Einheiten 15,99 € netto. Bis 30 Einheiten heißt der Tarif Manager 30 und kostet 25,99 € netto, bei bis zu 50 Einheiten landest du bei Investor für 39,99 € netto.
Was immocloud von VermietenPlus abhebt, sind die Buchhaltungsfunktionen. DATEV-Export gibt es in allen Tarifen, dazu Bankanbindung über finAPI, Mahnwesen, KI-Belegimport und native Apps für iOS und Android. Ein Mieterportal ist ab Manager dabei, ein WEG-Modul aber nicht.
Getestet wird 45 Tage ohne Zahlungsdaten. Gekündigt wird 14 Tage zum Ablauf der Mindestlaufzeit, sonst verlängert sich der Vertrag.
vermieter1.de: die einzige mit WEG-Funktion
vermieter1.de kommt aus Buchholz in der Nordheide. Eine Einheit verwaltest du dauerhaft kostenlos. Starter bis 5 Einheiten kostet 79 € im Jahr, bei Pro bis 25 Wohnungen sind es 179 € im Jahr, beides netto. Wer nicht abonnieren will, kauft das Eigentums-Modell mit unbegrenzten Einheiten: laut Preisseite 449 € netto einmalig bis zum 30.09.2026, danach 549 €.
Unter den fünf Alternativen hat nur vermieter1.de eine WEG-Funktion. Sie kommt als optionales Add-on für 9,90 € im Monat, 99 € im Jahr oder 299 € einmalig.
Die Bankanbindung läuft über PSD2, das erste Konto ist inklusive, jedes weitere kostet 3,90 € im Monat. Anlage-V-Export ist dabei, eine native App nicht, das Mieterportal ist mobiloptimiert. Die Server stehen bei Hetzner in Deutschland. Gekündigt wird mit einem Monat zum Monatsende, dazu gibt es eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie.
Immodio: für Vermieter, die oft neu vermieten
Immodio ist ein junger Anbieter aus Reichenschwand, gegründet 2024. Nicht verwechseln mit Immomio. Starter bis 5 Einheiten kostet 5 € im Monat. Bei Standard bis 20 Einheiten sind es 15 €, bei Premium bis 50 Einheiten 35 €. Ob netto oder brutto, weist die Tarifseite nicht aus.
Die Stärke liegt bei der Neuvermietung: Besichtigung, Bewerbermanagement und Übergabeprotokoll sind eingebaut. Dazu kommen Nebenkostenabrechnung inklusive Heiz- und Wasserkosten, ein DATEV-Branchenpaket für Vermietung und Verpachtung sowie ein Mieterportal. Ein digitaler Mietvertrag mit Signatur kostet einmalig 9 €.
Mahnwesen und native App fehlen, eine Bankanbindung ist geplant. Test: 60 Tage kostenlos, danach monatlich kündbar.
Kosten im Vergleich: 3, 10 und 20 Wohnungen
Achte auf die letzte Spalte: Einige Preise sind brutto, andere netto, und bei drei Anbietern ist das nicht ausgewiesen.
Bei hellohousing gehen wir davon aus, dass alle Wohnungen in einem Haus liegen. Verteilen sie sich auf mehrere Häuser, ändert sich der Preis, weil pro Immobilie abgerechnet wird.
Monatskosten nach Anzahl der Wohnungen
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Bei 3 Wohnungen liegt VermietenPlus mit 11,88 € im oberen Bereich. Aber: hellohousing Starter für 4,50 € kommt ohne Heizkostenabrechnung und Bankanbindung, also kein gleichwertiger Ersatz.
Bei 20 Wohnungen zeigt sich der Effekt des Preises pro Einheit. VermietenPlus kostet dann 28,71 € im Monat, während hellohousing Premium bei einem Haus bei 9,50 € bleibt und vermieter1.de Pro bei 14,92 € netto.
„Je mehr Wohnungen du hast, desto stärker schlägt der Preis pro Einheit bei VermietenPlus durch.“
Vergleiche trotzdem nicht nur die Zahl. objego und immocloud binden dich 12 Monate (immocloud alternativ 3 Monate zu höheren Preisen), VermietenPlus ist laut Anbieter jederzeit kündbar, hellohousing und Immodio monatlich.
Wechsel von VermietenPlus: So nimmst du deine Daten mit
Erst die neue Software einrichten, dann kündigen. VermietenPlus ist laut Anbieter jederzeit kündbar, und fast alle Alternativen haben eine kostenlose Testphase. Ein paar Wochen parallel zu fahren kostet dich also wenig.
Von VermietenPlus zu einer Alternative wechseln
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Alternative parallel testen
Restliche Daten übertragen
Abgleich machen
VermietenPlus kündigen
Häufige Fragen zur vermietet.de Alternative
Nicht mehr unter dieser Marke. vermietet.de wurde in ImmobilienScout24 integriert und heißt jetzt VermietenPlus. Die alte Adresse vermietet.de leitet auf die VermietenPlus-Seite von ImmobilienScout24 weiter. Betreiber ist die Immobilien Scout GmbH in Berlin.
Nein. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif wie früher bei vermietet.de gibt es nicht mehr. Du kannst VermietenPlus 30 Tage kostenlos testen, danach kostet Premium 9,90 € im Monat inklusive einer Einheit plus 0,99 € für jede weitere.
Dauerhaft kostenlos sind objego Basics und vermieter1.de für genau eine Einheit. objego Basics enthält allerdings weder Nebenkostenabrechnung noch Bankanbindung. Mehr Optionen findest du in unserem Ratgeber zu kostenloser Hausverwaltungssoftware.
Unter den fünf Alternativen in diesem Artikel nur vermieter1.de. Die WEG-Funktion ist ein optionales Add-on für 9,90 € im Monat, 99 € im Jahr oder 299 € einmalig.
immocloud bietet DATEV-Export in allen Tarifen und dazu ein Mahnwesen. Immodio hat ein DATEV-Branchenpaket für Vermietung und Verpachtung, aber kein Mahnwesen.
Laut Anbieter kannst du VermietenPlus jederzeit kündigen, eine konkrete Frist nennt die Produktseite nicht. Sichere vorher deine Dokumente und richte die neue Software ein.
Quellen
- ImmobilienScout24: VermietenPlus (ehemals vermietet.de), abgerufen 17.09.2026
- objego: Preise, abgerufen September 2026
- hellohousing: Tarife, abgerufen September 2026
- immocloud: Tarife, abgerufen September 2026
- vermieter1.de: Preise und Funktionen, abgerufen September 2026
- Immodio: Tarife, abgerufen September 2026
Wie sich VermietenPlus im Detail schlägt, liest du in unserem Beitrag zu VermietenPlus. Alle Anbieter nebeneinander findest du im Hausverwaltungssoftware-Vergleich.
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