Mietverwaltungs-Software nimmt privaten Vermietern die wiederkehrende Arbeit ab: Mieten im Blick behalten, Nebenkosten abrechnen, Belege ablegen und am Jahresende die Zahlen fürs Finanzamt bereitstellen. Wir haben die gängigen Tools getestet und zeigen, welches sich für welche Vermietungssituation eignet. Den kompletten Anbieter-Überblick mit Filtern und Score-Details findest du im Hausverwaltungssoftware-Vergleich.
Anders als bei der WEG-Verwaltung geht es hier nicht um Wirtschaftsplan oder Eigentümerversammlung. Im Mittelpunkt steht die saubere Verwaltung vermieteter Wohnungen, entsprechend schlanker dürfen die Tools sein. Wer zusätzlich eine Eigentümergemeinschaft betreut, findet im WEG-Software-Vergleich die passende Ergänzung.
Auf einen Blick
- Bester Allrounder: objego (73/100)
- Für wachsende Bestände: immocloud (72/100)
- Günstigster Einstieg: vermieter1.de (66/100), ab 6,59 €/Monat
- Kostenlos starten: Immolert oder VermietenPlus
Was Mietverwaltungs-Software können muss
Ein solider Funktionskern findet sich bei fast allen Tools. Hier sind die Punkte, auf die es im Alltag wirklich ankommt:
- Mieter- und Objektverwaltung: Stammdaten zu Wohnungen, Mietern und Verträgen liegen zentral. Mietanpassungen, Kündigungsfristen und Kautionen behältst du im Griff.
- Zahlungsabgleich über Bankanbindung: Eingehende Mieten werden automatisch den Sollstellungen zugeordnet, fehlende Zahlungen fallen sofort auf.
- Nebenkostenabrechnung: Betriebs- und Heizkosten werden nach Verteilerschlüssel umgelegt, im besten Fall weitgehend automatisch.
- Dokumentenablage: Verträge, Belege und Korrespondenz landen digital im Objektordner statt im Aktenschrank.
- Auswertungen und Anlage V: Reports zu Einnahmen und offenen Forderungen sowie eine vorbereitete Anlage V sparen zur Steuererklärung Zeit.
Je nach Bestand kommen ein Mieterportal, ein Mahnwesen oder ein DATEV-Export für den Steuerberater dazu. Funktionen, die du nie nutzt, solltest du nicht mitbezahlen.
Die besten Mietverwaltungs-Tools im Überblick
| Anbieter | Score | Beste für | Preis ab |
|---|---|---|---|
| objego | 73/100 | Allrounder | 0 € |
| immocloud | 72/100 | Wachsende Bestände | 0 € |
| vermieter1.de | 66/100 | Günstiger Einstieg | 6,59 €/Monat |
| Immolert / VermietenPlus | kostenlos | Mini-Bestände | 0 € |
objego: der Allrounder für private Vermieter (73/100)
objego startet kostenlos, lässt sich um die Nebenkostenabrechnung erweitern und liegt auf EU-Servern. Die Oberfläche ist übersichtlich, wer sich einmal durch das Onboarding geklickt hat, kommt danach gut zurecht. Für die meisten privaten Vermieter ist objego der naheliegendste Startpunkt. Details im objego-Testbericht.
immocloud: stark bei wachsenden Beständen (72/100)
immocloud bringt Staffeltarife, Bankanbindung, DATEV-Export und native Apps mit. Wer mehrere Objekte hat oder wachsen will, ist hier gut aufgestellt. Mehr im immocloud-Testbericht.
vermieter1.de: der günstige Einstieg (66/100)
vermieter1.de hat die niedrigste laufende Gebühr und beginnt bei 6,59 Euro im Monat, dazu gibt es ein einmaliges Lifetime-Modell. Wer vor allem auf den Preis schaut und einen überschaubaren Bestand verwaltet, fährt damit günstig. Alles im vermieter1.de-Testbericht.
Immolert und VermietenPlus: die Gratis-Einstiege
Immolert ist vollständig kostenlos nutzbar, VermietenPlus von ImmoScout24 startet gratis und kostet im Premium-Paket 9,90 Euro im Monat plus 0,99 Euro je weiterer Einheit. Für ein bis zwei Wohnungen reicht das oft aus.
Welches Tool passt zu welcher Situation?
1 bis 5 Wohnungen
objego als Allrounder, vermieter1.de bei knappem Budget, Immolert zum kostenlosen Start.
Wachsender Bestand
immocloud wegen Staffeltarifen, Bankanbindung und DATEV-Export.
Nur eine Wohnung
Ein kostenloses Tool wie Immolert deckt den Bedarf meist vollständig ab.
Mit Steuerberater
Achte auf einen DATEV-Export, den immocloud und Immoware24 mitbringen.
Selbst verwalten oder einen Dienstleister beauftragen?
Eine Software kostet wenige Euro im Monat und lässt dir die volle Kontrolle, du erledigst die Arbeit aber selbst. Ein externer Verwalter nimmt dir die Arbeit ab, berechnet dafür eine laufende Gebühr pro Einheit, die ein Vielfaches der Softwarekosten erreicht. Wer nur wenige Wohnungen hat, zahlt mit einem externen Verwalter deutlich mehr, als die Software je kosten würde.
Was kostet Mietverwaltungs-Software?
Gratis-Tools reichen bei ein bis zwei Wohnungen meist aus. Günstige Abos beginnen bei rund sieben Euro im Monat, viele Anbieter rechnen pro Einheit ab. Sobald Buchhaltung und Schnittstellen wichtig werden, lohnt sich ein bezahltes Abo, weil kostenlose Lösungen dann häufig zu knapp werden. Eine ausführliche Einordnung findest du auf der Seite Hausverwaltung Kosten.
Mietverwaltung in der Praxis: ein typischer Monatslauf
Wie viel dir eine Software abnimmt, zeigt sich im monatlichen Ablauf. Zum Monatsanfang stehen die Mieteingänge an: Bei angebundenem Konto ordnet die Software die Zahlungen automatisch den Mietern zu und markiert, wenn eine Miete fehlt. Für offene Posten erstellst du mit wenigen Klicks eine Zahlungserinnerung, statt Kontoauszüge von Hand abzugleichen.
Eingehende Belege wie Handwerkerrechnungen lädst du direkt ins jeweilige Objekt hoch, damit sie zur Nebenkostenabrechnung griffbereit sind. Einmal im Jahr kommt diese Abrechnung dazu, die in Excel oft einen ganzen Abend kostet und mit einer guten Software in wenigen Minuten steht. Zur Steuererklärung liegen die Zahlen für die Anlage V bereits sortiert vor.
Der eigentliche Zeitgewinn passiert in vielen kleinen Schritten, die einfach nicht mehr von Hand laufen. Genau deshalb lohnt sich eine Software auch schon bei wenigen Wohnungen.
Worauf du beim Testen achten solltest
Nutze die kostenlose Testphase mit echten Daten statt mit Musterobjekten. Leg eine deiner Wohnungen an, erfasse einen Mieter und spiel einen Zahlungseingang sowie eine kleine Abrechnung durch. So zeigt sich schnell, ob die Bedienung zu deinem Alltag passt und ob die Funktionen halten, was die Produktseite verspricht. Achte dabei auch darauf, wie leicht du wieder an deine Daten kommst, falls du den Anbieter später wechseln willst.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Mietverwaltungs- und Hausverwaltungs-Software?
Mietverwaltungs-Software konzentriert sich auf vermietete Wohnungen: Mieten, Nebenkosten, Belege. Hausverwaltungs-Software ist der breitere Begriff und schließt oft die WEG-Verwaltung mit ein. Für reine Vermieter genügt meist die Mietverwaltung.
Brauche ich für wenige Wohnungen schon eine Software?
Ab der ersten vermieteten Wohnung lohnt sich ein Tool, schon allein für die Nebenkostenabrechnung und die Belege fürs Finanzamt. Bei ein bis zwei Wohnungen reicht oft eine kostenlose Lösung.
Kann ich später den Anbieter wechseln?
Stammdaten lassen sich bei vielen Anbietern per Export übernehmen, laufende Buchungen oft nicht automatisch. Frag vor dem Wechsel nach einer Importmöglichkeit und plane etwas Zeit für die Einrichtung ein.
Die passende Mietverwaltungs-Software finden
Vergleiche alle Anbieter mit Score und Filtern oder lass dich vom Software-Finder führen.
Transparenz-Hinweis: hausverwaltungschecker.de finanziert sich über Affiliate-Links. Wenn du über unsere Links eine Software abschließt, erhalten wir eventuell eine Vergütung. Am Preis ändert sich für dich nichts. Unsere Bewertungsmethodik findest du unter So bewerten wir.